Der Snob – Ein Einblick

August 27, 2011

Wikipedia beschreibt einen Snob folgendermaßen:

Der aus dem Englischen eingedeutschte Begriff Snob bezeichnet eine Person, die durch ihr Verhalten und/oder ihre Aussagen offensiv Reichtum und gesellschaftliche Überlegenheit gegenüber Personen vermeintlich oder tatsächlich niedrigeren Ranges zur Schau stellt.

Der Vorwurf, ein Snob zu sein, gilt Personen mit einer besonderen Form der Aroganz.

In meinem Umfeld, also alle Jugendliche Wiens, trägt das Wort Snob allerdings eine andere Bedeutung und bezieht sich weitgehend auf den Lebensstil einer Person. Dabei ist erwähnenswert, dass sich diese Menschen dem „Snobtum“ zugehörig fühlen und dieses auf verschiedener Ebene demonstrieren. Reichtum, Macht und elitäre Denkweise gehört zum Repertoire und drücken sich in teuren Markenklamotten, Autos und Schulen aus. Es sei an dieser Stelle jedoch erwähnt, dass nicht jeder Jugendliche mit viel Geld ein Snob ist, auch wenn eine gewisse Tendenz gegeben ist. Eher bekennt man sich bewusst zu dieser Gruppe, indem man ihren Lebensstil frönt. Deshalb muss ein Snob nicht einmal zwangsläufig reich sein.

Um die Lebensumstände eines urtypischen Vertreters dieser Kategorie zu beschreiben: Der Snob stammt aus wohlhabenden Verhältnissen und ist meist der Oberschicht oder der oberen Mittelschicht zugehörig: Die Eltern sind Rechtsanwälte, Ärzte, Unternehmer und entstammen konservativen Familien. Der Wohnort ist meist der 19. Bezirk, ein nobles Villenareal am Rande Wiens, das Auto ist, neben den klassischen Vertretern wie BMW, Audi und Mercedes, oftmals ein VW oder Volvo, was Bodenständigkeit und „Klasse“ suggerieren soll. Schließlich gehört das familiäre Umfeld des Snobs zum „Old Money“, deshalb kann dieser seine Vorfahren Jahrhunderte zurück verfolgen und würde heute noch einen Titel wie Freiherr oder Graf tragen.

Die Schule, die der Snob besucht, ist meist eine private wie das Theresianum oder die Vienna International School. Durch die hohen monatlichen Kosten von 500-1000€ im Monat wird sichergestellt, dass die Jugendlichen unter ihresgleichen sind. Allerdings ist die schulische Leistung meist mittelmäßig, da das Clubbing bereits früh an Priorität gewinnt. Die typischen Clubs sind die Babenberger Passage, der Volksgarten und der Phoenix Club, wo 15€ Eintritt und 10€ pro Cocktail keine Seltenheit sind.

Nachdem der Snob die Schule verlassen hat, beginnt er ein Studium an der WU Wien, meistens handelt es sich um BWL, da kein ausreichendes Interesse an bestimmten Kursen vorliegt. Dies ist allerdings weniger ein Problem, da einerseits das Unternehmen, die Praxis oder die Kanzlei der Eltern übernommen werden kann, andererseits ist ein Netzwerk vorhanden, dass den Berufseinstieg in jedem Fall ermöglicht.

Nachdem ich hier einen kurzen Abriss geliefert habe, werde ich in den nächsten Artikeln dem modischen Aspekt des Snobtums widmen.


Lebenszeichen

August 27, 2011

Ok, der Blog ist neu und ich habe noch kaum was geschrieben und trotzdem bereits zwölf Tage Pause gemacht. Dennoch habe ich bereits einige Artikel begonnen, die ich in nächster Zeit online stellen werde.
Die zwei Wochen, die ich alleine verbringen musste, vergingen erstaunlich schnell und mittlerweile habe ich mich sogar ein wenig daran gewöhnt. Ganz auf sich alleine gestellt zu sein vermittelt Freiheit und gibt einen Vorgeschmack auf meine Zukunft in meiner eigenen Wohnung, allerdings führte dies in den letzten Tag ein wenig zu Disziplinlosigkeit.
So habe ich in dieser Zeit eine Wasserpfeife gekauft, bin vermehrt Abends weggegangen und hab vor allem eines gemacht: nicht gelernt. In letzter Zeit kam ich zwar wieder zum lernen, allerdings ist mein Rhythmus weiterhin ein wenig gestört, da ich um 3 Uhr zu Bett gehe und um zwölf Uhr aufstehe. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass Einbrecher in unserem Haus sind, nehme ein altes Schwert in die Hand und durchsuche das Haus.

Aber glücklicherweise gibt es auch positives zu vermerken. So habe ich mein Studium geplant und somit einen Grundstein für meine Zukunft gelegt. Zuerst beginne ich hier in Wien Wirtschaftsingenieurwesen für ein oder zwei Semester, dann warte ich die Ergebnisse meiner Bewerbung in England ab und sollten diese negativ sein, dann versuche ich einen Platz für Medizin in Heidelberg oder im Berliner Charité zu ergattern. Prinzipiell ein sehr bodenständiger Plan.

Und um mich ein wenig zu motivieren, habe ich vor kurzem ein paar Björn Borg Unterhosen gekauft, sowie das Parfum Jean Paul Gaultier Le Male. Sollte die England-Bewerbung erfolgreich sein, werde ich mir einen der Kultur entsprechenden Burberry-Trenchcoat zulegen :)


Regen

August 15, 2011

Ein verregneter Abend in Klosterneuburg (Umgebung von Wien) und ich lasse den Tag bei R&B-Musik gemütlich ausklingen. Langsam werde ich wieder produktiv, bis zur Bewerbungsfrist für englische Universitäten sind noch genau zwei Monate übrig.

Heute ist der erste Tag den ich alleine im Haus meiner Familie verbringen muss, weitere zwei Wochen folgen. Ich blättere gerade Rezepte durch, morgen wird selbst gekocht. So waren meine Google-Anfragen für heute „Rezepte thailändische Nudelsuppe“, „Waschmaschine Anleitung“ und „Wäsche Regen“ :)

In den nächsten Einträgen stelle ich ein paar meiner Lieblingsmarken und Kleidungsstücke vor, um einen Einblick in meinen Stil zu gewähren.

Gute Nacht wünsche ich


What’s in my Bag

August 12, 2011


Zuerst einmal ein Bild von meiner aktuellen Tasche plus Inhalt. Ich denke, das gibt ein wenig Aufschluss darüber, wer diesen Blog verfasst.

Jeder dieser Gegenstände besitzt eine kleine Geschichte. Am besten ich beginne einfach mal zu erzählen:

Tasche: Die Tasche besteht vollständig aus massivem Leder und wurde für nur 55€ in China erworben. Ich habe sie erst vor kurzer Zeit gekauft und werde sie als Alternative zu meiner alten Crumpler-Tasche verwenden. Das bemerkenswerte an dieser Tasche ist das ungewöhnliche Design für eine Herrentasche, denn obwohl sie Henkel und Gurt besitzt, besteht sie aus weichem Leder und ähnelt damit ein bisschen einer Handtasche. Meiner Meinung nach eine willkommene Abwechslung in der sonst so pragmatischen Welt der Herrenmode.

Sonnenbrille: Es handelt sich um eine Persol (Modell 2956) und ist meine erste teure Sonnenbrille. Ich habe erst einmal fast alle Geschäfte in Wien abklappern müssen, bevor ich mich für diese Brille entschieden habe, da ich nie so viel Geld ausgeben wollte. Naja, letztlich nur wenig teurer als Ray Ban, aber weitaus besser verarbeitet und schicker.

Geldbörse: Irgendeine Geldbörse von Boss Orange. Davor hatte ich eine Boss Selection aus wirklich hochwertigem Leder, allerdings wurde sie nach nur kurzer Zeit gestohlen :(  Es handelte sich dabei um ein Geschenk meines Onkels und ich bin, nachdem ich den Verlust bemerkt hab, kurz ausgerastet :/  aber egal…

iPhone 4: Ja, was soll man dazu sagen. Ich hatte davor das 3G, also musste das 4er her. Die kurze Zeit der Abstinenz dazwischen hatte mir wirklich zugesetzt.

Haarwachs: Osis+ Mess Up von Schwarzkopf. Nach einer Odyssee der Haarprodukte hat sich herausgestellt, dass dieses Wachs eines der besten für mein dickes und starkes Haar ist. Ich habe es in China in einem Frisörsalon entdeckt und gekauft, obwohl es aus Deutschland importiert wurde… die aktuelle Dose ist meine zweite.

Klipsch S4 in Hello-Kitty-Hülle: Die Hülle hab ich aus Spaß in einem kleinen Markt in China gekauft. Die Kopfhörer sind wirklich super, haben einen knackigen Bass, der wirklich fein aufgelöst ist, also sehr gut für House, meine Lieblingsmusik, geeignet. Allerdings bereits mein drittes Paar, da sie nicht besonders robust sind. Zuhause benutzte ich AKG 271 MKII, bin in gewisser Weise ein Musikliebhaber :)

Roman: The Woman In White. Wirklich spannendes Buch, lese nach diesem Eintrag darin weiter.

Labello For Men: Teurer als andere Lippenbalsame, aber ich hab es trotzdem gekauft. Ist schließlich for men.

Mobiler Akku: Hat 10€ gekostet auf eBay und ist super praktisch, wenn man keinen Strom mehr hat und ironischerweise dringend Strom braucht. Ist mies verarbeitet und seltsam designed, aber erfüllt seinen Zweck und erspart einem die Tortur durch den Club laufen zu müssen und alle nach nem iPod-Kabel zu fragen.

Feuerzeug: Billiges Feuerzeug halt. Aber ich kauf mir bald aus Stilgründen ein Zippo. Übrigens bin ich Nichtraucher, aber einer Shisha kann ich gelegentlich nicht widerstehen.

Taschentücher: Fee hat das schönste Design und riecht gut.

Stift: Pilot G2 0.7, der beste Stift für wenig Geld. Habe einiges ausprobiert, bevor ich bei diesem Stift gelandet bin.

Moleskine: Notizbuch für alle Fälle

Schlüsselbund: Ein Accessoire, das ich irgendwie vernachlässige. Mein letztes Band war vom „Bauernbund“, was auch immer das ist.


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.